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Mehrfamilienhaus kaufen in Düsseldorf: Preise, Rendite, Prüfung

Aktualisiert am 08.10.2026 · 9 Min. Lesezeit

Ein Mehrfamilienhaus ist eine Kapitalanlage. Sein Wert ergibt sich aus der Miete, die es dauerhaft bringt. Hier steht, wie Sie Preise einordnen, die Rendite rechnen und ein Objekt vor dem Kauf prüfen.

Illustration (KI-generiert): Symbolische Illustration zum Thema „Mehrfamilienhaus kaufen in Düsseldorf: Preise, Rendite, Prüfung“

Kurz beantwortet

  • Den Preis eines Mehrfamilienhauses bestimmt vor allem die Miete: Kaufpreis geteilt durch Jahresnettokaltmiete ergibt den Kaufpreisfaktor. Vergleichswerte nennt der Grundstücksmarktbericht des Gutachterausschusses Düsseldorf.
  • Rechnen Sie die Rendite mit allen Kaufnebenkosten – in NRW allein 6,5 % Grunderwerbsteuer – und mit den Kosten, die Sie nicht auf die Mieter umlegen können.
  • Steuerlich kann für Gebäude eine lineare Abschreibung relevant sein: 2 % im Jahr bei Fertigstellung 1925 bis 2022, 2,5 % vor 1925, 3 % ab 2023 (§ 7 Abs. 4 EStG). Bei Instandsetzung und Modernisierung innerhalb von drei Jahren nach der Anschaffung kann die Grenze von 15 % der Gebäude-Anschaffungskosten relevant sein; die Aufwendungen werden ohne Umsatzsteuer betrachtet (§ 6 Abs. 1 Nr. 1a EStG). Gesetzliche Ausnahmen und die konkrete steuerliche Einordnung sind gesondert zu prüfen.
Inhalt · 12 Abschnitte
  1. 01Mieterliste prüfen: Soll-Miete ist kein sicherer Geldzufluss
  2. 02Instandhaltung, Finanzierung und Liquidität getrennt rechnen
  3. 03Der Markt für Mehrfamilienhäuser in Düsseldorf
  4. 04Kaufpreisfaktor und Liegenschaftszins verstehen
  5. 05Immobilienrichtwerte MFH je Lage
  6. 06Renditerechnung an einem Beispiel
  7. 07Due Diligence: Mietverträge, Bausubstanz, Energie (GModG)
  8. 08Aufteilen in Eigentumswohnungen: was erlaubt ist
  9. 09Steuern: AfA, Erhaltungsaufwand, 15-%-Grenze
  10. 10Finanzierung für Kapitalanleger
  11. 11Mehrfamilienhaus im Umland: Krefeld, Duisburg, Wuppertal, Mönchengladbach
  12. 12Hausverwaltung finden

Von DDORF WOHNEN · Softwareentwicklung und Redaktion. Allgemeine Information, keine individuelle Fachberatung.

01Mieterliste prüfen: Soll-Miete ist kein sicherer Geldzufluss

Vergleichen Sie je Einheit die vereinbarte Nettokaltmiete mit dem tatsächlich eingegangenen Betrag. Halten Sie Leerstand, Rückstände, Nutzung und bekannte Vereinbarungen getrennt fest. Eine voll vermietete Beschreibung im Exposé beweist weder pünktliche Zahlung noch dauerhaft unveränderte Einnahmen. Prüfen Sie die Unterlagen mit geschwärzten, für die Entscheidung nicht benötigten personenbezogenen Angaben.

Rechnen Sie ein zweites Szenario mit Mietausfall und höheren nicht umlagefähigen Kosten. Ein möglicher Leerstand darf nicht gleichzeitig als volle Miete und als freie Wohnung mit sofortigem Verkaufserlös eingehen. Der Mietrendite-Rechner zeigt, wie eigene Annahmen die Rendite verändern; er bestätigt keine rechtlich zulässige Mieterhöhung.

02Instandhaltung, Finanzierung und Liquidität getrennt rechnen

Ein Dach, eine Heizung oder eine Fassade lässt sich nicht allein aus dem Baujahr bewerten. Ordnen Sie bekannte Arbeiten nach Dringlichkeit und holen Sie belastbare Einschätzungen zu Umfang und Kosten ein. Eine eigene pauschale Rücklage ist ein Szenario, kein bestätigtes Sanierungsangebot. Lassen Sie technische Risiken vor dem Kauf prüfen.

Drei Fragen vor der Kaufentscheidung
PrüfungWofür sie gebraucht wird
Objektrendite vor FinanzierungVergleich von Kaufpreis, nachhaltiger Miete und Objektkosten
Liquidität nach KreditrateWas nach Zins, Tilgung und laufenden Zahlungen tatsächlich verfügbar bleibt
Reserve für Ausfall und ArbeitenWie eine schwächere Vermietung oder größere Reparatur finanziert werden könnte

Nutzen Sie Kaufnebenkosten und Eigenkapital-Rechner vor der Finanzierung. Bei einer späteren Entscheidung helfen Verkauf oder Vermietung als Liquiditätsszenario und das Hausverwaltungsverzeichnis Düsseldorf.

03Der Markt für Mehrfamilienhäuser in Düsseldorf

Mehrfamilienhäuser werden in Düsseldorf deutlich seltener verkauft als Eigentumswohnungen. Ein Teil der Objekte wechselt den Eigentümer, ohne öffentlich inseriert zu werden – über Makler, Banken oder direkt zwischen Eigentümern.

Wie viele Mehrfamilienhäuser im Vorjahr verkauft wurden und zu welchen Preisen, veröffentlicht der Gutachterausschuss Düsseldorf im Grundstücksmarktbericht. Er enthält auch die Kennzahlen, mit denen Sie ein Angebot einordnen: Rohertragsfaktoren und Liegenschaftszinssätze. Der Bericht ist über BORIS NRW abrufbar; achten Sie auf die aktuelle Ausgabe.

Aktuelle Angebote finden Sie unter Haus kaufen in Düsseldorf (direkt bei geeigneten Anbietern recherchieren). Mehrfamilienhäuser „von privat“ sind selten. Kaufen Sie ohne Makler, sparen Sie die Provision – die Prüfung des Objekts nimmt Ihnen dann aber niemand ab. Die gesetzliche Teilung der Maklerprovision (§ 656c BGB) gilt beim Mehrfamilienhaus übrigens nicht; die Provision ist frei verhandelbar.

04Kaufpreisfaktor und Liegenschaftszins verstehen

Zwei Kennzahlen reichen für eine erste Einordnung: der Kaufpreisfaktor aus Sicht des Käufers und der Liegenschaftszins aus Sicht des Gutachters.

Die Kennzahlen im Überblick
KennzahlRechnungAussage
KaufpreisfaktorKaufpreis ÷ JahresnettokaltmieteWie viele Jahresmieten Sie zahlen
BruttomietrenditeJahresnettokaltmiete ÷ Kaufpreis × 100Kehrwert des Faktors, in Prozent
Rohertragsfaktorvom Gutachterausschuss aus Verkäufen abgeleitetMarktüblicher Faktor für vergleichbare Häuser
Liegenschaftszinsvom Gutachterausschuss aus Verkäufen abgeleitetMarktübliche Verzinsung im Ertragswertverfahren
Rohertragsfaktoren und Liegenschaftszinssätze: Grundstücksmarktbericht des Gutachterausschusses Düsseldorf

Ein „guter“ Kaufpreisfaktor ist einer, der zum Markt und zum Objekt passt. Vergleichen Sie den Faktor des Angebots mit dem Rohertragsfaktor, den der Gutachterausschuss für ähnliche Häuser – nach Lage, Baujahr und Größe – ausweist. Liegt das Angebot deutlich darüber, muss es dafür einen Grund geben: etwa Mieten unter dem Marktniveau, die steigen dürfen, oder ein frisch saniertes Gebäude.

Der Liegenschaftszins ist die Verzinsung, mit der Käufer am Markt tatsächlich rechnen. Gutachter nutzen ihn im Ertragswertverfahren nach der Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV). Je niedriger der Zins, desto höher der Wert bei gleicher Miete.

05Immobilienrichtwerte MFH je Lage

Immobilienrichtwerte sind Durchschnittswerte je Quadratmeter Wohnfläche für ein typisches Gebäude in einer Lage. Der Gutachterausschuss leitet sie aus tatsächlichen Kaufpreisen ab. Für welche Objektarten er Richtwerte veröffentlicht und wie hoch sie sind, zeigt die Seite BORIS NRW: amtliche Marktinformationen.

Beim Mehrfamilienhaus taugt ein Preis je Quadratmeter nur als Plausibilitätsprüfung. Zwei Häuser mit gleicher Wohnfläche können sehr unterschiedlich viel wert sein, wenn das eine marktübliche Mieten erzielt und das andere seit Jahrzehnten unter Niveau vermietet ist. Für die Kaufentscheidung zählt der Ertrag.

Gut zu wissen

Richtwerte beziehen sich auf ein Normobjekt mit festgelegten Merkmalen. Weicht Ihr Haus beim Baujahr, Zustand oder bei der Größe ab, passen Sie den Wert mit den Umrechnungskoeffizienten aus dem Grundstücksmarktbericht an.

06Renditerechnung an einem Beispiel

Die Bruttomietrendite ist schnell gerechnet, sagt aber wenig. Aussagekräftiger ist die Nettomietrendite: Sie berücksichtigt die Kaufnebenkosten und die Kosten, die Sie als Eigentümer selbst tragen.

Beispielrechnung · Beispielwerte, keine Marktdaten
PostenAnnahmeBetrag
Kaufpreis8 Wohnungen, 600 m² Wohnfläche2.000.000,00 €
Grunderwerbsteuer6,5 %130.000,00 €
Notar und GrundbuchAnnahme 1,5 %30.000,00 €
MaklerprovisionAnnahme 3,57 %71.400,00 €
Gesamtinvestition2.231.400,00 €
Jahresnettokaltmiete (Ist)11,11 €/m² × 600 m² × 1280.000,00 €
VerwaltungAnnahme 30 € je Wohnung und Monat− 2.880,00 €
InstandhaltungAnnahme 12 € je m² und Jahr− 7.200,00 €
MietausfallwagnisAnnahme 2 % der Miete− 1.600,00 €
Reinertrag68.320,00 €
Kaufpreisfaktor 25 · Bruttomietrendite 4,0 % · Nettomietrendite 68.320 € ÷ 2.231.400 € = 3,06 %

Die Finanzierungskosten und Steuern sind hier noch nicht berücksichtigt. Mit Fremdkapital verändert sich die Rendite auf Ihr Eigenkapital – nach oben, wenn der Zins unter der Nettomietrendite liegt, sonst nach unten.

Mietspiegel-Miete vs. Ist-Miete: Prüfen Sie jede Wohnung mit dem Informationen zum Mietspiegel bei der Stadt. Liegt die Ist-Miete unter der ortsüblichen Vergleichsmiete, kann sie nach § 558 BGB schrittweise steigen – im Rahmen der Kappungsgrenze und frühestens 15 Monate nach der letzten Erhöhung. Liegt sie darüber, ist das ein Risiko: Bei Neuvermietung sinkt die Einnahme womöglich.

Mietpreisbremse bei Neuvermietung: In Gebieten mit Mietpreisbremse darf die Miete bei Wiedervermietung höchstens 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen (§ 556d BGB). Ob und bis wann das für Düsseldorf gilt und welche Ausnahmen es gibt, zeigt die Seite Mietrechtliche Grundlagen und Vergleichsmiete.

07Due Diligence: Mietverträge, Bausubstanz, Energie (GModG)

Prüfen Sie ein Mehrfamilienhaus vor dem Kauf in drei Richtungen: rechtlich, technisch und energetisch. Fordern Sie die Unterlagen früh an.

  1. 1Mietverträge und MieterlisteAlle Verträge mit Nachträgen, Mietbeginn, aktuelle Miete, Staffel- oder Indexvereinbarungen, Kautionen, Rückstände, laufende Streitigkeiten und Kündigungen.
  2. 2BetriebskostenDie letzten Abrechnungen zeigen, ob umgelegt wird, was umgelegt werden darf – und welche Kosten beim Eigentümer hängen bleiben.
  3. 3BausubstanzDach, Fassade, Fenster, Keller und Feuchtigkeit, Leitungen für Wasser und Strom, Heizung. Lassen Sie ein Haus dieser Größe von einem Bausachverständigen begehen.
  4. 4Energie nach GModGBeim Verkauf ist grundsätzlich ein gültiger Energieausweis erforderlich (§ 80 GModG). Die Nachrüstung der obersten Geschossdecke richtet sich nach § 35 GModG einschließlich seiner Voraussetzungen und Ausnahmen. Die frühere Austauschpflicht nach § 72 GEG ist in der aktuellen Fassung entfallen; daraus folgt keine pauschale Aussage zur Zulässigkeit oder Wirtschaftlichkeit einer bestimmten Heizung. Lassen Sie Heizung, Brennstoffanforderungen und Sanierungsbedarf vor dem Kauf fachlich prüfen.
  5. 5Grundbuch, Baulasten, GenehmigungenRechte Dritter in Abteilung II, Baulastenverzeichnis, Altlastenkataster und die Baugenehmigungen – auch für ausgebaute Dachgeschosse und Kellerwohnungen.

Gut zu wissen

Nicht genehmigte Wohnungen sind ein häufiger Mangel bei älteren Häusern. Die Miete daraus ist unsicher, und die Bauaufsicht kann die Nutzung untersagen. Fragen Sie bei der Bauaufsicht der Stadt Düsseldorf nach der Bauakte.

08Aufteilen in Eigentumswohnungen: was erlaubt ist

Ein Mehrfamilienhaus in Eigentumswohnungen aufzuteilen, ist grundsätzlich möglich. Sie brauchen eine Teilungserklärung beim Notariat und eine Abgeschlossenheitsbescheinigung der Bauaufsicht. Die Aufteilung wird im Grundbuch eingetragen.

In angespannten Wohnungsmärkten können die Länder die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen genehmigungspflichtig machen (§ 250 BauGB). Ob eine solche Verordnung in Nordrhein-Westfalen gilt und Düsseldorf umfasst, prüfen Sie vor dem Kauf – den aktuellen Stand finden Sie unter recht.nrw.de, Auskunft gibt die Bauaufsicht. Liegt das Haus im Gebiet einer Erhaltungssatzung (§ 172 BauGB), kann zusätzlich eine Genehmigung nötig sein.

  1. 1Vorkaufsrecht der MieterWird eine vermietete Wohnung nach der Umwandlung erstmals verkauft, hat der Mieter ein Vorkaufsrecht (§ 577 BGB).
  2. 2KündigungssperrfristBei einer nach Überlassung an den Mieter in Wohnungseigentum umgewandelten und anschließend veräußerten Wohnung kann die Sperrfrist des § 577a BGB gelten: grundsätzlich drei Jahre seit der Veräußerung, in durch Landesverordnung bestimmten Gebieten bis zu zehn Jahre. Prüfen Sie die konkrete Fallkonstellation und die örtlich geltende Verordnung, bevor Sie mit Eigenbedarf planen.
  3. 3SteuerfolgenWer in kurzer Zeit mehrere Einheiten verkauft, kann als gewerblicher Grundstückshändler gelten. Klären Sie das vorab mit der Steuerberatung.

09Steuern: AfA, Erhaltungsaufwand, 15-%-Grenze

Mieteinnahmen sind einkommensteuerpflichtig. Davon ziehen Sie Zinsen, Bewirtschaftungskosten und die Abschreibung (AfA) auf das Gebäude ab. Den Grund und Boden können Sie nicht abschreiben – teilen Sie den Kaufpreis deshalb im Vertrag oder mit der Arbeitshilfe des Bundesfinanzministeriums auf.

Lineare AfA für Wohngebäude
Fertigstellung des GebäudesAfA pro Jahr
vor 19252,5 %
1925 bis 20222 %
ab 20233 %
Quelle: § 7 Abs. 4 EStG · Stand 10/2026

Im Beispiel oben entfallen angenommen 60 % der Gesamtinvestition auf das Gebäude, also 1.338.840 €. Bei einem Baujahr zwischen 1925 und 2022 ergibt das eine AfA von 26.776,80 € im Jahr. Für Neubauten gibt es zeitlich begrenzt zusätzlich eine degressive AfA (§ 7 Abs. 5a EStG); ob Ihr Objekt die Voraussetzungen erfüllt, klären Sie mit der Steuerberatung.

Die 15-%-Grenze

Geben Sie in den ersten drei Jahren nach dem Kauf mehr als 15 % der Anschaffungskosten des Gebäudes (ohne Umsatzsteuer) für Instandsetzung und Modernisierung aus, gilt das als anschaffungsnaher Aufwand (§ 6 Abs. 1 Nr. 1a EStG). Sie können ihn dann nicht sofort absetzen, sondern nur über die AfA. Im Beispiel liegt die Grenze bei 200.826 €.

Ob Reparaturen sofort als Erhaltungsaufwand abziehbar sind oder zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten gehören, ist gesondert zu prüfen. Bei einem Verkauf aus dem Privatvermögen fällt der Gewinn nach mehr als zehn Jahren grundsätzlich nicht unter § 23 EStG. Für Betriebsvermögen und gewerblichen Grundstückshandel gelten andere Regeln; lassen Sie die konkrete Konstellation steuerlich prüfen.

10Finanzierung für Kapitalanleger

Banken finanzieren Mehrfamilienhäuser nach dem Ertrag. Sie prüfen, ob die nachhaltige Miete Zins und Tilgung trägt, und setzen einen eigenen Beleihungswert an, der meist unter dem Kaufpreis liegt.

  1. 1Eigenkapital für die NebenkostenGrunderwerbsteuer, Notar und Makler finanzieren Banken ungern mit. Planen Sie sie aus Eigenkapital ein.
  2. 2Kapitaldienst gegen ReinertragVergleichen Sie die jährliche Rate mit dem Reinertrag, nicht mit der Bruttomiete. Leerstand und Reparaturen müssen hineinpassen.
  3. 3Zinsbindung und TilgungEine lange Zinsbindung schützt vor steigenden Zinsen. Nach zehn Jahren können Sie ein Darlehen mit längerer Bindung trotzdem kündigen (§ 489 BGB).

Bei größeren Summen verlangen manche Banken ein Wertgutachten. Wann welches Gutachten passt, zeigt die Seite Ratgeber zu Verkehrswertgutachten.

11Mehrfamilienhaus im Umland: Krefeld, Duisburg, Wuppertal, Mönchengladbach

In den Nachbarstädten sind die Kaufpreise je Quadratmeter meist niedriger als in Düsseldorf. Die Bruttorendite kann dadurch höher ausfallen. Prüfen Sie aber, ob die Miete dort ebenso sicher ist: Leerstand, Mieterwechsel und Instandhaltungsstau wiegen stärker, wenn die Miete niedriger ist.

Umland · Angebote und zuständiger Gutachterausschuss
StadtZuständig für MarktdatenAngebote
KrefeldGutachterausschuss KrefeldHaus kaufen in Krefeld
DuisburgGutachterausschuss DuisburgHaus kaufen in Duisburg
WuppertalGutachterausschuss WuppertalHaus kaufen in Wuppertal
MönchengladbachGutachterausschuss MönchengladbachHaus kaufen in Mönchengladbach
Rohertragsfaktoren und Liegenschaftszinssätze im Grundstücksmarktbericht der jeweiligen Stadt

Jede Stadt hat einen eigenen Mietspiegel und einen eigenen Grundstücksmarktbericht. Achten Sie auf örtliche Besonderheiten: In Wuppertal und Krefeld stehen viele Häuser unter Denkmalschutz, in Teilen Duisburgs ist frühere Bergbautätigkeit zu prüfen.

12Hausverwaltung finden

Wer nicht selbst vor Ort ist oder mehrere Häuser hält, beauftragt eine Mietverwaltung. Sie kümmert sich um Mieteingang, Nebenkostenabrechnung, Reparaturen und Mieterwechsel. Teilen Sie das Haus in Eigentumswohnungen auf, braucht die Eigentümergemeinschaft zusätzlich eine WEG-Verwaltung.

Fragen Sie vor dem Kauf, ob die bisherige Verwaltung bleibt und zu welchen Konditionen. Vergleichen Sie Angebote, Leistungen und Referenzen. Verwaltungen in Düsseldorf finden Sie unter Hausverwaltung Düsseldorf (direkt bei geeigneten Anbietern recherchieren).

Häufige Fragen

F-01

Was kostet ein Mehrfamilienhaus in Düsseldorf?

Der Preis richtet sich vor allem nach der nachhaltigen Jahresmiete. Wie viele Jahresmieten Käufer für vergleichbare Häuser zahlen, veröffentlicht der Gutachterausschuss Düsseldorf als Rohertragsfaktor im Grundstücksmarktbericht.

F-02

Welche Rendite bringt ein Mehrfamilienhaus in Düsseldorf?

Das hängt vom Kaufpreisfaktor, den Kaufnebenkosten und den nicht umlagefähigen Kosten ab. Im Beispiel dieses Ratgebers ergibt Faktor 25 eine Bruttomietrendite von 4,0 % und eine Nettomietrendite von 3,06 %.

F-03

Was ist ein guter Kaufpreisfaktor?

Einer, der zum Markt und zum Objekt passt. Vergleichen Sie ihn mit dem Rohertragsfaktor des Gutachterausschusses für ähnliche Häuser in ähnlicher Lage.

F-04

Darf ich ein Mehrfamilienhaus in Eigentumswohnungen aufteilen?

Grundsätzlich ja, mit Teilungserklärung und Abgeschlossenheitsbescheinigung. Ob zusätzlich eine Genehmigung nach § 250 oder § 172 BauGB nötig ist, klären Sie vor dem Kauf mit der Bauaufsicht der Stadt.

F-05

Welche AfA gilt für ein Mehrfamilienhaus?

Linear 2 % im Jahr bei Fertigstellung 1925 bis 2022, 2,5 % vor 1925 und 3 % ab 2023 (§ 7 Abs. 4 EStG). Abgeschrieben wird nur der Gebäudeanteil.

Keine Rechts- oder Steuerberatung

Dieser Ratgeber gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung. Für Ihren Kauf wenden Sie sich an eine Steuerberatung, ein Notariat oder eine Rechtsanwältin.

Nächste Schritte und Hintergründe

Datenquellen

Amtliche Quelle · Eigene Berechnung · Eigene Auswertung · DDORF-Schätzung → Methodik

  • Amtliche QuelleBürgerliches Gesetzbuch§ 577a Kündigungsbeschränkung bei Wohnungsumwandlunggesetze-im-internet.deZur Quelle(öffnet neues Fenster)
  • Amtliche QuelleGutachterausschuss DüsseldorfGrundstücksmarktbericht, Rohertragsfaktoren, Liegenschaftszinssätzeüber BORIS NRWaktuelle Ausgabe prüfenZur Quelle(öffnet neues Fenster)
  • Amtliche QuelleEinkommensteuergesetz§ 7 AfA · § 6 Abs. 1 Nr. 1a anschaffungsnaher Aufwand · § 23 Veräußerungsgewinnegesetze-im-internet.deZur Quelle(öffnet neues Fenster)
  • Amtliche QuelleBaugesetzbuch§ 250 Umwandlung · § 172 Erhaltungssatzunggesetze-im-internet.deZur Quelle(öffnet neues Fenster)
  • Amtliche QuelleBürgerliches Gesetzbuch§ 556d Mietpreisbremse · § 558 Vergleichsmiete · §§ 577, 577a Umwandlunggesetze-im-internet.deZur Quelle(öffnet neues Fenster)
  • DDORF-SchätzungBeispielrechnung DDORFRendite- und AfA-Beispiel mit angenommenen WertenBeispielwerte, keine Marktdaten

Stand · Rechtslage 10/2026 · Quelle: Redaktion DDORF WOHNEN